Schmerzbehandlung (im Endstadium)

Was tun wenn die Katze noch nicht scheint zu gehen, oder wir noch nicht ganz soweit sind?


     Temgesic (Wirkstoff Buprenorphin).  Buprenorphin ist mit dem Wirkstoff Morphin verwandt. Es besetzt bestimmte Schmerzrezeptoren im Gehirn und Rückenmark (zentral wirksam). Buprenorphin hemmt so die Wahrnehmung von Schmerzen. Im Vergleich zu Morphin hat es eine längere und stärkere Wirkung.
Wird normalerweise gespritzt  (intravenös ODER subcutan), kann aber bei Katzen auch oral verabreicht werden. Aufgrund der öligen Beschaffenheit wird es gut absorbiert und wirkt so schnell wie gespritzt.  Die Wirkung tritt je nach Dosierung (0,01.0,02 mg/kg i.m.) nach einer halben bis zwei Stunden ein und halt bis zu 12 Stunden an. In Hinsicht auf seinen analgetischen Effekt ist Buprenorphin 50.100-mal potenter als Morphin.

Butorphanol wirkt in wenigen Minuten, starker  Effekt (Katze wirkt total 'stoned'). Seine Wirkung entfaltet Butorphanol vornehmlich gegen akute viszerale Schmerzen z. B. bei Zystitis oder Enteritis. Die Dosierung betragt 0,1 mg/kg i.v., 0,2 mg/kg i.m bzw. 0.4 mg/kg s.c.. Die Wirkung dauert ca. 4 Stunden an. Leider kommt es bei wiederholter Gabe von Butorphanol zur Entwicklung einer Toleranz, was den Einsatz dieses Opioids bei chronischen Schmerzen beschrankt.

Fentanyl ist ein reiner ƒÊ-Rezeptoragonist, das oft als Infusionslosung Verwendung findet. Nach intravenoser Applikation (10ƒÊg/kg) setzt die analgetische Wirkung innerhalb von 5 Minuten ein und dauert bis zu 2 Stunden an; ohne Nebenwirkungen wie Vomitus, Salivation oder Exitationen. Bei normothermischen Katzen konnen zur Vermeidung perioperativer Schmerzen transdermale Pflaster (transdermal fentanyl = TDF) benutzt werden (z. B. für eine 4 kg schwere Katze 25 ƒÊg/h TDF). Nach 4.12 Stunden werden analgetisch wirksame Blutspiegel erreicht, die Wirkung halt 18-20 Stunden an. Wahrend der Anflutungszeit mussen andere Analgetika/Opioide, auser Butorphanol, das Fentanyl antagonisieren kann, verabreicht werden.

·   Methadon wird in der Humanmedizin erfolgreich zum Management "schwieriger" neuropathischer Schmerzen sowie "Krebsschmerzen" verwendet. Es zeichnet sich durch gute orale Bioverfügbarkeit und lange Halbwertzeit aus und wird daher gerne für "Heimmedikation" verschrieben. Studien, die mit Hunden durchgeführt wurden, zeigten zu Menschen verschiedene, pharmakokinetische Ergebnisse: die orale Bioverfügbarkeit war schlecht, die Halbwertszeit kurz. Zu Katzen liegen keine Daten vor.

Metacam (Wirkstoff: Meloxicam) Zur Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B. Disko-/ Spondylopathien. Metacam® orale Suspension kann mit dem Futter oder direkt in den Mund verabreicht werden.   Hammermedi, geht enorm auf Niere und wohl auch auf die Leber. Vorteil:  wird von Katzen oft freiwillig aufgeschleckt, scheint wohl ganz gut zu schmecken.  Nachteil:  Oft nicht mehr stark genug

     Morphin, das klassische Opioid, entwickelt seine effektivste Wirkung bei Katzen in der Dosierung von 0,1–0,2 mg/kg. Leider können Katzen Morphin schlecht zu seinem wirksamen Metaboliten, Morphin-6-Glucuronid, umwandeln, was zur Dosiserhöhung und bei Morphin auch zur Entwicklung einer Abhängigkeit führt. Morphin gibt es als pflaster -entfalten ihre Wirkung über drei Tage.

Rimadyl (Wirkstoff Carprofen): Entzündungshemmer mit Analgesicum.  Oft bei starken Schmerzen nicht mehr aussreichend.