Taurin
JP8 (food, feed & pharmaceutical grade) = Lebensmittel/Pharmaqualitaet, frei von Füllstoffen und Rieselhilfen


Taurin zur täglichen Nahrungsergänzung ist es lebenswichtig da es von Katzen nicht ausreichend selber hergestellt werden kann. Zwar haben einige Futtersorten Taurin zugesetzt, nur ist Taurin stark hitzeempfindlich, Taurin eventuell zerstoert. Ergo, um den täglichen Mindestbedarf unserer Fellnasen zu decken, muss es auch täglich der Nahrung zugegeben werden. Es steigert die Abwehrkraefte und verhindert lebensbedrohliche Mangelerscheinungen (siehe unten).

Tagesdosis (hier streiten sich die Quellen):
pro Tag:  250-500 mg
Meistgelesene Empfehlung z.B.:  250 mg pro 100 g Feuchtnahrung
Fütterungsempfehlungen der AAFCo (Association of American Feed Control Officials): minimum 2000 mg Taurin pro Kg Futter.  Kommst also weniger aufs Gewicht sondern auf die Futtermenge UND Qualität an. Durchschnitts-Dosenfutter in Guter Quali empfiehlt so zwischen 250 und 400 g pro Tag Nahrungsbedarf.
Am oberen Ende der Skala: Vetinfo.com:  400 mg pro KG Körpergewicht bei jungen Katzen, 500 bei erwachsenen Katzen.
Keine Angst, was zuviel ist wird über den Urin ausgeschieden.

Lagerung: kühl und trocken.

Taurinmangel:
Immunschwäche, Erweiterungen der Herzkammern (kann zum Tod führen), Unfruchtbarkeit, neuralgische Schmerzen, Schädigung der Nerven, erhöhtes Trombose- oder Embolierisik, degeneration der Netzhaut am Auge bis hin zur Erblindung (innerhalb weniger Monate kann Taurinmangel zu Sehschwäche führen, innerhalb zwei Jahren zu völliger Blindheit). Werden Sehprobleme rechtzeitig erkannt, kann eine Taurinzufuhr durch Nahrungsergänzungen große Erfolge mit sich bringen.

Entwicklungsstörungen:
Kitten : Wachstumsstörungen
Schwangere Katzen: angeborenen Missbildungen der kitten



Taurin ist ein schwefelhaltiges Aminosäurederivat

Im Jahre 1970 berichteten Forscher, dass bei 25 Katzen in New York Netzhautdegenerationen festgestellt wurden. Eine ernährungsbedingte Ursache dafür wurde für unwahrscheinlich gehalten, bis man im Jahre 1975 heraus fand, dass diese Erkrankungen durch Taurinmangel ausgelöst wurden.

Der Grund dafür war, dass die Katzen mit billigem, minderwertigem Hundefutter ernährt wurden. Die Essentialität von Taurin für Katzen wurde daraufhin allgemein anerkannt. Im Anschluss daran durchgeführte Metabolismusstudien ergaben, dass die Aktivität des limitierenden Enzyms der Taurinsynthese, Cysteinsulfinsäuredecarboxylase, verglichen mit der von Aspartataminotransferase, in Katzen sehr niedrig war. Da Katzen darüber hinaus Gallensäuren obligat mit Taurin konjugieren und ihr enterohepatischer Kreislauf relativ ineffektiv ist (Gallensäureverluste bis 50%), muss der hohe Verbrauch durch Zufuhr über die Nahrung ausgeglichen werden. Geschieht dies nicht in ausreichendem Umfang, so sind die Folgen für das Tier auf längere Sicht gravierend.

Studien mit völlig taurinfrei ernährten Katzen führten bei den Versuchstieren im Laufe mehrerer Monate zu nervöser Reizbarkeit, Zusammenklumpen der Blutplättchen, Herzerweiterung, Netzhautdegeneration und letztendlich Blindheit. Schwangerschaften bei Taurinmangel endeten zu über 50% vorzeitig mit Abbrüchen bzw. Totgeburten, die überlebenden Kätzchen hatten ein deutlich geringeres Geburtsgewicht und zeigten eine abnorme Hinterbeinentwicklung mit verkürzten Patella- und Achillessehnen. Weitere 70% überlebten die Stillzeit nicht, was die gesamte „Erfolgsrate“ von Katzenschwangerschaften bei taurindefizitärer Ernährung auf unter 20% drückte .

Diese Abhängigkeit von einer ausreichenden Taurin - Aufnahme mit der Nahrung ist nicht auf Katzen beschränkt, sondern betrifft alle Tiere der Gattung Felidae, d. h. auch Tiger, Löwen, etc. Ist die Deckung des Bedarfs durch die Nahrung nicht gewährleistet, so ist eine Supplementierung derselben zwingend notwendig, um die Gesundheit der Tiere zu gewährleisten. Weiterhin bleibt noch zu erwähnen, dass die genannten Symptome des Taurinmangels erst bei einem Absinken des Serumtauringehaltes unter 5% des Normalwertes auftreten, was eine mehrere Monate andauernde Minderversorgung der Tiere voraussetzt. Längerfristig sind sie durch ausreichende Zufuhr mit der Nahrung reversibel.


Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen,
sie sind dennoch ohne Gewähr.